1. Klasse - Lilos Lesewelt

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butterfly_1986
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1. Klasse - Lilos Lesewelt

Beitrag von butterfly_1986 » Donnerstag 6. Oktober 2011, 21:28

Hallo liebe Kollegen!

Ich bin im 2. Dienstjahr und habe zum zweiten Mal eine 1. Klasse.
Letztes Jahr habe ich mit Mimi der Lesemaus gearbeitet und heuer mit Lilo.

Momentan bin ich etwas unsicher und auf der Suche nach dem richtigen/optimalen Weg. Mir gefällt die Arbeit mit der Lilo sehr und bei den Kindern kommt es extrem gut an.
Aber...
Fröhler distanziert sich ja ganz deutlich vom sogenannten "Höre, was du schreibst!" und dementsprechend auch von Lautschulungsübungen, Anlauttabellen,...
Seiner Meinung nach entstehen dadurch erst RS-Probleme.

Andere hingegen argumentieren ganz entgegengesetzt und gehen davon aus, dass durch die Fähigkeit des genauen Hörens RS-Strategien erkannt und entwickelt werden und die Theorie des "Wortbildes" längst veraltert ist.

Und was mich noch interessieren würde: Wie fördere ich - laut Fröhler - das freie Schreiben in der 1.Klasse, wenn ich keine Anlauttabelle anbiete?

Ich als Junglehrerin will nichts falsch (bzw. so viel richtig wie möglich) machen und darum würden mich eure Erfahrungen dazu interessieren!!

Herzlichen Dank schon mal!! :)

shopi75
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Beitrag von shopi75 » Samstag 8. Oktober 2011, 10:32

Was hindert dich trotz dem Lilo Lehrwerk eine Anlauttabelle anzubieten?

gruß shopi

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butterfly_1986
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Beitrag von butterfly_1986 » Samstag 8. Oktober 2011, 13:12

Hey!
Danke für deine Antwort!

Naja - hinter dem Lilo Konzept steckt ja eine Idee. Und Fröhler verzichtet bewusst auf eine Anlauttabelle und jegliche Lautübungen. Wenn ich das jetzt aber trotzdem anbiete, mach ich zwei konträre Sachen und ich weiß nicht, wie sinnvoll das ist!
Natürlich muss man seinen eigenen Weg finden, aber zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze mischen, macht -glaub ich- wenig Sinn...
Aber drum frag ich ja nach - hab noch nicht so viel Erfahrung und vl ist es gar nicht so schlimm! :wink:
LG

pewith
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Re: 1. Klasse - Lilos Lesewelt

Beitrag von pewith » Dienstag 14. Oktober 2014, 20:42

Hallo!

Ich krame diesen alten Beitrag wieder aus.
Ich habe derzeit eine 1. Klasse und arbeite mit Mimi, die Lesemaus. Meine eigenen Kinder lernen mit Lilo.
Aus diesem Grund habe ich auch das Buch "Elementardidaktik" von Froehler gelesen.
Jetzt bin ich ziemlich hin- und hergerissen. Ich erkenne Potential in beiden Büchern.

Was mich besonders beschäftigt: Ist es sinnvoll, auf Lautanalyse zu verzichten?
Wenn ich mir meine Schüler anschaue, ist es sicher für die Hälfte der Kinder sehr schwierig In- und Endlaute zu hören. Anlaute gehen ja noch.

Wieviel Lautanalyse fordert ihr von euren Schülern?
Liebe Grüße
pewith

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Milka
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Re: 1. Klasse - Lilos Lesewelt

Beitrag von Milka » Mittwoch 15. Oktober 2014, 14:21

Ich habe letztes Jahr mit dem Buch Karibu gearbeitet. Da ist es anders gelöst: Die Kinder sollen herausfinden, in welcher Silbe sie den Laut hören. Das ist narürlich nicht immer und bei jedem Buchstaben möglich, aber ich finde es ist eine gute Alternative.

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