1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwörter

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lisa.k
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1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwörter

Beitrag von lisa.k » Freitag 12. Juli 2013, 09:11

Hallo allerseits!
Ich bekomme im Herbst zum ersten Mal eine 1.Klasse, arbeite mit Frohes Lernen und Eins plus.
Gerade schreibe ich die Jahresplanung und bin mir jetzt bei einigen Dingen nicht ganz sicher, zB. in welcher Woche man den ersten Buchstaben einführen sollte?
Oder wenn man jede Woche einen Buchstaben erarbeitet, ist es dann schlau, das Ei ei und das Au au in einer Woche einzuführen? Denn die JP zum Frohen Lernen gibt Ei, Au, H h, F f für den Monat Dezember vor, obwohl im Dezember nur 3 Schulwochen ... ?!

Ich wäre sehr froh, wenn mir jemand Tipps geben kann. Auch bezüglich Strukturierung der Buchstabeneinführung und der Lernwörter --> zB an einem Tag die Lernwörter nachspuren, dann am nächsten Tag abschreiben, dann selbst schreiben und am FR ansagen...

Außerdem habe mir gedacht, dass ich ein Registerheft als "Wortschatzheft" verwende, wo dann die Lernwörter beim jeweiligen Buchstaben eingetragen werden... Hat jemand Erfahrung damit?

Danke im Voraus.

Liebe Grüße,
Lisa

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@ndrea
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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von @ndrea » Freitag 12. Juli 2013, 16:04

Liebe Lisa,
ich bin ein großer Fan des FLs und hoffe, dir ein bisschen behilflich sein zu können.

Ich beginne nicht sofort in der 1.Woche mit dem 1.Buchstaben, nütze die erste Zeit für Schwungübungen, Übungen zur Lautisolierung und Einführung der Lauttabelle.

Grundsätzlich führe ich anfangs wöchentlich einen Laut/Buchstaben einzuführen. Zwielaute u. Buchstabenverbindungen nehme ich später dann "dazu", weil die Buchstabenform selbst ja schon erarbeitet wurde. Es geht sich dann knapp aber doch (-weil ja manche Wochen wegen Feiertagen extrem kurz sind) bis zum Schulschluss aus, was ja absolut ausreichend ist.
Ich verwende nur den Fibel- und Arbeitsteil in der 1.Klasse, das Lesebuch nütze ich dann in der 2.Klasse.

Ich mag das FL wegen seines Buchstabenkanons. Man kann somit sehr bald kleine Sätze schreiben, anfangs noch mit Platzhalter-Strichen für Wörter, die wir noch nicht schreiben können.

Wir haben täglich (MO bis DO) einen Übungssatz, den wir im Heft mit Bunstift (-anstatt Bleistift) scheiben und täglich in Partnerarbeit üben. Am Freitag sage ich dann diese 4 Übungssätze an und freu mich mit den Kleine, wie ghut das schon läuft. Ich zähle nämlich nur die richtigen Wörter, keine Fehler.

Halte dich nicht so strikt an die JP, vertraue deinem Gefühl für das Tempo, das die Kleinen vertragen.
LG :hello2: @ndrea

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von myway3 » Freitag 12. Juli 2013, 16:27

Es gibt keine Vorgaben, wann man mit dem ersten Buchstaben beginnt...also lass dich diesbezüglich nicht stressen.
Das hängt von der Klasse ab, wie schnell/langsam du vorgehst. Du willst ja, dass die Kids die Buchstaben können und nicht nur eine JP erfüllen.

Und ins Frohe Lernen arbeitet man sich recht schnell ein! der Lehrerband ist dazu empfehlenswert, den muss man aber kaufen. Ebenso die KV

Meistens wurde der Buchstabe/ Laut am Montag eingeführt, am Mittwoch hatte ich dann Buchstabentag.
Meine erste Ansage war eine Buchstabenansage (als ich ca. 5, 6, Buchstaben hatte)
Später habe ich immer 2 Sätze zur Ansage gegeben: am Montag bekamen die Kids einen Übungszettel mit den Lernwörtern ( 3X schreiben, Sätze/Wörter in Hohlschrift zum Nachziehen, als Wortsalat, Ansage aufschreiben --> dieser Zettel shat jede Woche gleich ausgesehen), am Montag wurden die Ansagensätze/ Wörter ins Bleistiftheft geschrieben, die Kinder haben den Übungszettel für zuhause bekommen, am Dienstag gab es einen Schreibtext, in dem die Ansagensätze integriert waren, zwischebdurch habe ich die Kinder immer wieder im Unterricht Wörter buchstabieren lassen bzw. mit der Lautgebärde zeigen lassen etc.)

Ich habe mit beiden Büchern gearbeitet( D, M).

Ich würde dir raten beim Wesentlichen zu bleiben und nicht zu viele Hefte einzuführen.....kann nur aus eigener Erfahrung sprechen....ich habe in meiner allerersten ersten Klasse auch mehr Hefte gehabt als nötig...aber die Erfahrung muss man selbst dazu machen.
Zuletzt geändert von myway3 am Sonntag 14. Juli 2013, 19:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von @ndrea » Freitag 12. Juli 2013, 16:38

So wie myway3 halte ich Abstand vom Hefte-Wirrwarr.
Wir haben (als GTVS) nur ein D-Heft, für Schreibzeilen und Übungen, HÜ gibt's bei uns ja nicht. Wenn die Kinder im Partnerdiktat üben, verwenden sie von mir erstellte Zettel mit großer "Formati"-Lineatur.

Unser 2. Heft ist das "Was ich schon kann" -Heft für Ansagen und gelegentliche Rechenzetteln.
LG :hello2: @ndrea

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von lisa.k » Samstag 13. Juli 2013, 17:40

Wow, danke für eure Antworten!
Ich habe mir überlegt für Deutsch ein Schulübungsheft (Formati) und ein A4-glatt für Geschichten (evtl. zusammen mit SU) zu verwenden. Was haltet ihr von einem Registerheft als Wortschatzheft? Schaffen das die Kinder? Ich weiß, es kommt natürlich auf meine Klasse an und wie weit sie sind, aber nur erfahrungsgemäß, was würdet ihr sagen?

Liebe Grüße und DANKE nochmal für eure hilfreichen Antworten!
Schönen Abend noch!

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von @ndrea » Samstag 13. Juli 2013, 21:00

Ein Heft für SU? Kostet Geld, Zeit ... schad' um beides, denn das hebt sich bestimmt kaum einer auf.
Was "kann" so ein Wortschatzheft? Ist es eine Art "Wörterbuch" für Minis?
Hatte ich nie, hab's auch nicht vermisst.
LG :hello2: @ndrea

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von KaMe » Sonntag 14. Juli 2013, 07:59

Ich hab irgendwann im Jahre Schnee so ein Registerheft verwendet, war damals an der Schule grad so modern....es war unsagbar mühsam und Geldverschwendung...die Kinder schrieben ihre persönlichen Fehlerwörter richtig da hinein, ich musste immer alle durchblättern, um nachzusehen, ob das fehlerlos geschehen ist, macht sonst ja keinen Sinn...ok, macht es aber so auch nicht für mich. In dieses Heft hat nie jemand reingeschaut :lol: Schlimmer waren nur die Karteikärtchen einer Kollegin, herrlich,wenn in der 1. Karteikästchen der Kinder runterfielen.. :evil:

Hefte habe ich allerdings mehr als @ndrea und myway und würd ich aktuell wieder so machen, weil es sich für die Kinder und mich sehr bewährt hat:

2 kleine Formati querformatig --> jede Woche Buchstabenseite dazu (Sch. und HÜ)
2 A5 normal liniert ( Schul- und Hausübungen)
Zuletzt geändert von KaMe am Sonntag 14. Juli 2013, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von @ndrea » Sonntag 14. Juli 2013, 09:53

Stimmt, das war mal "modern" - das war auch mein erster Gedanke. Ist aber schon eine Weile her.
Doch sichtlich wird sowas noch immer an die Studenten weiter gegeben.

(Wär wohl besser, sie zum kritischen Hinterfragen anzuleiten.... :roll: ... sorry, ich motz schon wieder rum....)
LG :hello2: @ndrea

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von KaMe » Sonntag 14. Juli 2013, 10:56

@ndrea..jetzt musste ich den Zoom aktivieren *g*

@ lisa:

Wie die anderen schon gesagt haben, würd ich mich an deiner Stelle auch nicht sklavisch an irgendeine Verlagsjahresplanung halten:-) Dazu muss ich eigentlich nichts mehr ergänzen. Ich habe in der 3. Woche mit dem 1.Buchstaben begonnen, normalerweise eben so ein Buchstabe pro Woche, sollte ich in der Zwischenzeit draufgekommen sein, dass mir einige Kinder "abrutschten", dann wwurde eben eine Weile nichts Neues mehr gelernt, sollte ein Buchstabe den Kindern irgendwann sehr geläufig sein (ab Weihnachten geht's meistens eh dahin), dann war es eben schneller...

Zu den Lernwörtern hab ich in der 1. eine eigene Einstellung. Ich persönlich finde die tw. Hysterie von Kolleginnen, was LW in der 1. betrifft, schon recht seltsam. Im Prinzip ist jedes neue Wort ein Lernwort und ich persönlich lege den Fokus in meinem Unterricht sicher nicht auf LE Training ab Woche 1, aber soll jeder machen, wie er will.

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von myway3 » Sonntag 14. Juli 2013, 18:49

KaMe, weil du Karteikärtchen erwähnst...da kommt mir mein schon lang vergessenes Trauma in Erinnerung.....ich habe einmal mit dem Buch "Lesenetz" gearbeitet ( weiß gar nicht, ob es die Fibel noch gibt )....und da wird ja jedes neue Wort nachgespurt, dann auseinandergeschnitten und auf Karteikärtchen geklebt. War anfangs nicht so schlimm,nur, logischerweise wurden die Wörter immer mehr und meine Hauptbeschäftigung war fast nur auseinandergeschnittene Wörter aufzukleben..mein geliebtes Zeichnen hat da sehr gelitten. Noch dazu gingen den eher ungeschickten Kindern kurz nach dem Auseinanderschneiden die Buchstaben verloren. :shock:
Und bei im Jahre Schnee zu bleiben, als ich anfing, gab es Fehlerstatistik- Stempel. Die bekam jeder ins Ansagen/Rechenprobenheft gestempelt und jeder wusste dann, wie viel Kinder in der Klasse 0F, 1F ...etc. hatten ...SCHAUDERHAFT!!! Dem habe ich mich aber schon damals entzogen...

Folgende Hefte hatte ich:

2 Quarthefte, liniert --> Heft 1 und 2 für Schulübung und HÜ
1 Formati -Heft c.2 als Geschichtenheft (das mit dem Fenster auf der linken Seite)
1 Quartheft, 7 mm kariert --> für Mathematik ( da sehr viele Übungen im Buch zu erledigen waren, in der 1. eher nicht notwendig)
1 Bleistiftheft A5 , liniert, zum schnell was Üben
1 Was - ich -kann Heft, A5, liniert für Ansagen und Rechenproben ( ich schreibe den Kindern immer dazu,wie viel sie richtig haben)
im 2. Halbjahr eventuell ein Aufgabenheft, damit die Kinder die Aufgabe selbst aufschreiben ( mit einem Zettel vorne mit den Abkürzungen --> Db,S. .. etc. )

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Re: 1. Klasse: Frohes Lernen, Buchstabenerarbeitung, Lernwör

Beitrag von KaMe » Montag 15. Juli 2013, 09:45

*lol*myway...kanns mir vorstellen:-) In meinem 1.Dienstjahr hatten wir 3 1.Klassen...und wir musste Ziffern als Beurteilung unter die wöchentlichen Diktate und Rechenproben schreiben *g*..

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