Lesehausübung

Tolle Idee und praktische Tipps zur Unterrichtsgestaltung

Moderatoren: Moka, @ndrea

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christlgo
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Lesehausübung

Beitrag von christlgo » Freitag 7. November 2008, 20:59

Hallo!

wie haltet ihr das mit der "Lesehausübung"
Danke für neue ideen! :D Lg christl

schulbär
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Beitrag von schulbär » Freitag 7. November 2008, 21:14

Am Montag bekommen die Kinder einen "Lese-Fahrplan" für die ganze Woche. Da steht drinnen, was sie lesen müssen. dann ist noch eine Spalte in der die Kinder notieren, wann sie den Text gelesen haben und eine dritte Spalte, in der sie notieren, wem sie es vorgelesen haben (z.B.: Mama, Onkel, Schwester, mir selbst,.... ). Am Klassenforum hab ich aber den Eltern ins Gewissen geredet, dass sie auch mitverantwortlich sind! Am Freitag bekommen die Kinder am Lese-Fahrplan einen Stempel. Wir lesen die Texte (Lesebuch, Kl.Volk, YEP,...) gemeinsam, oder es gibt ein Quiz darüber, oder aber es wird nicht kontrolliert und ich bleib in dem guten Glauben, dass es wirklich alle gelesen haben! Funktioniert bis jetzt tadellos!

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Beitrag von Moka » Samstag 8. November 2008, 08:23

Wir haben Cornelia Funkes "Herr der Ringe" in Klassenstärke als Lesehausübung. Ein Kapitel wird in der Klasse angelesen, der Rest ist Hausaufgabe. Dazu bastle ich den KK schon im vorhinein einen Lesebegleiter (Frage-Antwort, single/multiple choice, zeichnen) den sie bis zum nächten Termin (Mo - bis Mo) ausgefüllt haben sollen. Diesmal dürfen sie auch selbst Fragen zu Kapitel 7 erfinden.

Den Vorteil den ich bisher in dieser Klasse erkennen, ist jener, dass die großen Geschwister der KK und die Eltern das Buch auch spannend finden und beim Leseverständnis zum Teil mithelfen. Die KK finden das Buch spannend und lesen selbstständig weiter als vorgegeben.

Den Begleiter kontrollieren wir gemeinsam, wer manches nicht ausgefüllt hatte schreibt währenddessen mit und kommt so auf den gleichen Verständnisstand wie der Rest der Klasse, um nahtlos beim Weiterlesen anschließen zu können.

(ich habe diese Klasse nur eine Std. in der Woche, die anderen Leseeinheiten hält die Klassenkollegin)

LG Moka

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Beitrag von Moka » Samstag 8. November 2008, 08:27

Leseolympiade

Voriges Jahr organsierte eine Koll. eine Lese-Olympiade. ALLE Klassen (alle Kinder) bekamen ein Formular, in welches sie die gestoppte Zeit ihrer Leseminuten eintragen durften (egal, was, wann, wo, mit wem sie gelesen hatten). Es musste lediglich das Datum und eine Zeugen-Unterschrift daneben stehen.

Am Schulende wurde die Klasse gekürt, die die meisten Lese-Minuten als Teamarbeit zusammengebracht hatte.

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Beitrag von @ndrea » Samstag 8. November 2008, 09:59

Ich habe eine 1.Klasse und seit November führen wir einen Lesetrainingsplan, in den auch Vorlesezeiten der Eltern eingetragen werden... :wink:
LG :hello2: @ndrea

christlgo
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Beitrag von christlgo » Samstag 8. November 2008, 16:48

Danke für die Antworten!
Das mit dem Lesefahrplan, der bei uns "Lesewochenplan " heißt, hab ich auch schon gemacht, aber da hat sich nach längerer Zeit herausgestellt, dass viele Kinder und auch die Eltern aus Bequemlichkeit schwindeln.

Herzchen
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Beitrag von Herzchen » Samstag 8. November 2008, 21:39

Offiziell hatten die Kinder IMMER 10 Minuten Lesezeit als Hausübung, aber ob sich da alle dran gehalten haben ... ? Letztlich muss das Bewusstsein bei den Eltern und den Kindern sein, dass sie nur sich selber schaden, wenn sie schwindeln. Wer will, dass sein Kind lesen lernt, der übt auch immer wieder mal daheim. WAS sie da gelesen haben, war selten vorgegeben.

Ich hatte sicherheitshalber aber auch eine tägliche Lesezeit in der Schule eingeplant ;) - und zusätzlich dann halt immer wieder Leseblätter ... als Hausaufgabe.

Als Lesestoff habe ich von Anfang an Bücher gehabt. Auch Leseblätter, oder nur Wort- oder Wort-Bild -Karten, oder Satz-Bild-Karten, aber vor allem auch Bücher. Mini-Babybücher mit einer Textzeile pro Seite, Tobi-Lesebücherln, Pixie Bücher, aber auch richtige Bücher mit unterschiedlichsten Schweirigkeitsgraden.

Als die ersten Kinder "richtig" lesen konnten, habe ich eine "Leseliste" ausgegeben. Jedes gelesene Buch (und war es auch noch so kurz) wurde da eingetragen. Nach 10 gelesenen Büchern bekam das Kind dann ein Glasherz und eine richtige Bücherliste. DA haben dann viele Kinder auch zu Hause viel gelesen. Zur Kontrolle habe ich mir dann immer wieder mal vorlesen lassen.

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