Mio und Mo versus Frohes Lernen?

Fragen & Tipps zu Einsatz, Erfahrung, JP, Material-Ergänzungen

Moderatoren: Moka, @ndrea

Theresa
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Beitrag von Theresa » Samstag 20. Februar 2010, 21:58

Bist du deppat, wenn man es wagt „Frohes Lernen“ inhaltlich zu kritisieren, wird man gleich mit solchen „Nettigkeiten“ überschüttet. Und dafür gibt´s von mir, liebe @ndrea, kein „müdes Lächeln“ sondern ein herzhaftes Lachen! :lol: :lol:
Zum besagten, nicht optimalen, Buchstabenkanon:
T: Man sagt „tə“ ( dieses ə steht für das, was man bei der Wiedergabe dieses Lautes noch zusätzlich hört… Bitte ausprobieren: Sag´ mal „L“ und dann „T“, bestimmt hörst du beim „T“ noch was klingen…)– von „ta“(?!) war übrigens nie die Rede. L und o kann ein Kind leichter zusammenlauten wie T und o!
W und V hintereinander einführen: Wie erklärt ihr den „Minis“, warum für den gleichen Laut „W“ mal W und mal V geschrieben wird?

Und noch was: Ich bedanke mich bei der Stadt Wien, die mir im sog. Warenkorb (?) die Schulbücher für meine Kinder spendiert. Dachte mir immer, das Finanzielle der Schulbuchaktion in Österreich wird über das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend abgewickelt……

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KaMe
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Beitrag von KaMe » Sonntag 21. Februar 2010, 10:35

Hoppala,was für eine Lawine, die ich da unvermutet losgetreten habe...

@ Teresa: vielleicht solltest du das hier nicht mit dem Lehrerzimmer bei dir an der Schule verwechseln. Ich denke dein beherztes *bist du deppat* ist ob @ndreas Aussagen eigentlich auch falsch am Platz und ehrlich gesagt,gefällt mir die Richtung, in welche die Diskussion hier abrutscht gar nicht.

Mag sein,dass du zu jenen gehörst,die jegliches Handeln in der Klasse wissenschaftlich erklären können und ich stelle mir das sicher aufregend vor, wenn du den Erstklasslern erklärst,warum sie einmal W und einmal V sagen...ich glaube aber,dass man mit einer gewissen Erfahrung durchaus weiß,wie man was handhaben muss ohne alles erklären zu können.

Das mit dem Warenkorb verstehe ich allerdings, wenn gleich ich auch diese Aussage etwas weniger zynisch getätigt hätte..
Die Schulbuchaktion ....
Die Schulbuchaktion ist eine bildungspolitische und familienpolitische Leistung.Dadurch können alle Schüler/innen an österreichischen Schulen unentgeltlich mit den notwendigen Unterrichtsmitteln ausgestattet
werden. Ermöglicht allen Schüler/innen den Bildungserwerb
mittels modernster Unterrichtsmaterialien. Sie ist eine wichtige Säule für eine gute Ausbildung und gewährleistet Chancengleichheit für alle
Schüler/innen. Die Schulbuchaktion wird aus dem Familienlastenausgleich
finanziert. Die Schulbücher werden ergänzt durch vielfältige Medien wie
CD-ROM, DVD, Audio-CD und Internetergänzungen (SbX).
Die Schulbücher entsprechen den modernen pädagogischen Anforderungen und unterstützen Pädagoginnen und Pädagogen bei der Gestaltung des Unterrichts. Die Schulbücher erfüllen inhaltlich die für die
verschiedenen Schulformen geltenden Lehrpläne.Anspruch auf unentgeltliche Schulbücher Die für den Unterricht je nach Schulform und Schulstufe notwendigen Schulbücher sind allen Schülerinnen
und Schülern unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, die in Österreich eine öffentliche oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestattete Pflichtschule, mittlere oder höhere Schule besuchen. Dies gilt auch für außerordentliche
Schüler/innen, die wegen mangelnder Kenntnis
der Unterrichtssprache oder zur Ablegung einer Einstufungsprüfung
eine der genannten Schulen besuchen
sowie für Schüler/innen, die die allgemeine Schulpflicht
an einer Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht oder in
häuslichem Unterricht erfüllen.
Die den Schüler/innen zur Verfügung gestellten Schulbücher gehen in deren Eigentum über. Es können auch bereits gebrauchte Schulbücher ausgeteilt werden. Schulbuchlimit: Das Schulbuchlimit ist der Höchstbetrag für die Bestellung von Schulbüchern pro Schüler/in, Schulform und Schulstufe. Neben dem Schulformlimit gibt es ein Limit
für Religion sowie Zusatzlimits für Schüler/innen mit
nichtdeutscher Muttersprache, für den muttersprachlichen
Unterricht und für den zweisprachigen Unterricht
(Minderheitenschulwesen). Selbstbehalt:
Für die Schulbücher ist ein Selbstbehalt von 10% des
Schulformlimits zu bezahlen. Für Schüler/innen an
Sonderschulen und mit sonderpädagogischem Förderbedarf
ist kein Selbstbehalt zu entrichten.
Genaueres kann man http://www.bmukk.gv.at/medienpool/17382 ... folder.pdf entnehmen.

Übder das Thema *Warenkorb*, welchen es in Wien offenbar gibt, gibt es hier schon eigene Beiträge - Definition wie auf http://www.wien.gv.at/verwaltung/schulen/warenkorb.html nachzulesen.

@ Theresa: Inhaltliche Kritik wäre durchaus ok, unterschwellige Unterstellungen oder das Anstellen des *Klugschei..modus* sind aber meiner Meinung nach unangebracht, weil es beim Eröffnungsthread schlicht und ergreifend um eine Meinungsumfrage im Kleinen gegangen ist. Ich wollte lediglich verschiedene Standpunkte lesen, weil ich auch nach 20 Dienstjahren immer noch dazu lerne und damit hoffentlich nie aufhören werde.

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Beitrag von @ndrea » Sonntag 21. Februar 2010, 10:44

Tja, da hat bei mir wohl der *Klugsch...-Modus* nicht wirklich gewirkt. Gut so, ist mir eh lieber.

Stimmt, ich hab natürlich den Warenkorb mit der Schulbuchaktion verwechselt. Sollte nicht, aber kann passieren, denn Irren ist menschlich.

Ich find's gut, dass es hier "menschelt", aber Zynismus brauch ich nicht.
LG :hello2: @ndrea

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Beitrag von KaMe » Sonntag 21. Februar 2010, 11:01

Zu @ndrea hock...sowas wie den Warenkorb gibts auch in Nö in vielen kleinen Gemeinden, wo Zeichenpapier etc. von der Gemeinde finanziert werden. Anderswo gibts den Schulstarthunderter von der Gemeinde und und und..
Hauptsache ist doch,dass Bildung allen zugänglich ist und nicht nur den Privilegierten,die es sich leisten können und dafür sind eben auch die Schulbücher mit einem geringen Selbstbehalt verantwortlich:-)

PS: *@ndrea anflüster*..was hast denn für ein Mathebuch?? *duck*

Lilli
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Beitrag von Lilli » Sonntag 21. Februar 2010, 15:55

[quote="@ndrea"]Ich find's gut, dass es hier "menschelt", aber Zynismus brauch ich nicht.[/quote]

stimme zu! andrea, ich muss mich offiziell bei dir entschuldigen - einige leute brauchen gleich von vornherein die "härtere gangart"... leider.

wie sieht es in den kollegien aus? gibt es dort auch hitzige diskussionen über die fibel, oder ist es wirklich jedermanns eigene sache?

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Beitrag von @ndrea » Sonntag 21. Februar 2010, 16:45

Wir diskutieren nicht, sondern wir beraten uns.
D.h. wer was wissen will, der fragt. Missionieren gibt's nicht.
KaMe hat geschrieben:PS: *@ndrea anflüster*..was hast denn für ein Mathebuch?? *duck*
Zahlenzug.
Find ich gut aufgebaut, muss aber speziell bei den Malrechnungen "zufüttern". Das Übungsmaterial würde für meine Kinder nicht reichen.
LG :hello2: @ndrea

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Beitrag von KaMe » Sonntag 21. Februar 2010, 17:18

Auch bei uns kann man jederzeit um Meinung fragen und sich dann selber ein Bild machen, entscheiden kann dann jeder selbst @ Lilli.
Wie wird denn bei euch entschieden?

@ @ndrea: den hatte ich jetzt auch ähm 8 Jahre...ging mir genau wie dir mit dem Zufüttern,manches wie Malreihen ist einfach irgendwie zu kurz abgehandelt, das nehm ich dann einfach im Buch als Zusatz und machs selber mti den Kids.Prinzipiell find ich ihn aber ok. Vor allem sind dazwischen viele Übungsseiten, die *öffne* ich einfach und lass die Kinder nach ihrem Tempo arbeiten, dann hab ich mehr Möglichkeit, den schwächeren Schülern beizustehen.Ich hab mich dennoch jetzt mal für den Mathetiger entschieden..irgendwie brauch ich was Neues.

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Beitrag von @ndrea » Sonntag 21. Februar 2010, 17:30

Mich stört, dass es heutzutage kaum Ansichtsexemplare für die Schulen gibt, und auf den Verlaggseiten im www sind auch kaum Ansichtsseiten zu finden.
Hab mir heuer sehr schwer getan bei der Wahl des Lesebuches.
Gott sei Dank wurde ich bei einer Kollegin fündig, die letztes Jahr querbeet bestellt hat.
LG :hello2: @ndrea

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Beitrag von KaMe » Sonntag 21. Februar 2010, 18:57

Ich hab auf der Interpädagogika sehr viele Lehrerhandexemplare erhalten, Lesebuch bin ich mit Lese-und Lernprofi ausgesprochen glücklich:-) Was nimmst du?

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Beitrag von @ndrea » Sonntag 21. Februar 2010, 19:16

"Lesen mit Pfiff" und dazu den "Lesetrainer".
LG :hello2: @ndrea

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Beitrag von KaMe » Sonntag 21. Februar 2010, 19:17

Kenn ich gar nicht, mein Internet lässt mich aktuell nur zu wegerer:-) Aber sobalds besser klappt,werd ich das mal googeln!

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Beitrag von Lilli » Sonntag 21. Februar 2010, 19:42

@KaMe:
entscheidung gibt es nur sehr begrenzt bei uns (nrw). die fach- oder lehrerkonferenz entscheidet über ein lehrwerk und das muss dann über mehrere jahre genutzt werden. die finanzen lassen es nicht zu, jedes jahr so viel material neu anzuschaffen.

ich bin vor einigen jahren an meine "feste" schule gekommen und wurde vor die tatsache gestellt, dass wir gar keine fibel haben. dafür hatten wir das begleitheft zu "bausteine fibel" und die lese-hefte vom jan-dorf verlag. im team mit den kolleginnen ging das gut.

aber generell ist es schon so: wer nicht mit dem verwendeten lehrwerk klarkommt, hat pech gehabt.
obwohl ich mich dunkel zu erinnern glaube, dass wir prinzipiell auch lernmittelfreiheit zumindest für die eins haben.
aber woher nehmen und nicht stehlen?

finde das sehr spannend, wie das bei euch in österreich läuft. aber eine kehrseite hat es auch: wer die wahl hat, hat die qual. unsereiner muss sich mit dem arrangieren, was er vor die nase gesetzt bekommt.
da muss man wenigstens nicht im frühjahr stunden damit zubringen, informationen für die richtige entscheidung zu sammeln.

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Beitrag von @ndrea » Sonntag 21. Februar 2010, 20:35

Mir ist es lieber so.
Wenn mir ein Lehrwerk liegt, brauche ich für die Vorbereitung nur halb so lang.
LG :hello2: @ndrea

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Beitrag von KaMe » Sonntag 21. Februar 2010, 21:12

Ja,mir ist es so auch lieber. Ehrlich - ich bin vielleicht etwas schwierig - aber mit den meisten Büchern der KollegInnen hätte ich derzeit meine liebe Not!

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Beitrag von G » Sonntag 21. Februar 2010, 21:33

Zu @ndrea:
So wie ich es verstanden habe, bestellt bei euch jder die Ansichtsexemplare und die gibt es nicht immer für alle.
Bei uns an der Schule können wir zwar Ansichtsexemplare bestellen wie wir wollen, müssen die aber in die Lehrerbibliothek stellen. Nur wenn das Buch da schon vorhanden ist - es also ein zweites Mal geschickt wurde - dürfen wir Lehrer uns das nehmen. Viele Verlage meinen nämlich, dass sie das Buch nicht schicken, weil es an der Schule aufliegen müsste.
Ich hätte auch die Bücher lieber selber zu Hause, aber wenn du dir dann viele gar nicht anschauen kannst, weil sie bei irgendjemanden zu Hause im Kastl liegen, macht das auch keinen Sinn. So gesehen ist es ok, wenn wir unsere Exempale der Schule übergeben müssen.
Vielleicht ist das eine Anregung /Hilfe!?

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