Wie helfe ich einem Kind in den ZR 20?

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Wie helfe ich einem Kind in den ZR 20?

Beitrag von Admin » Samstag 24. Februar 2007, 19:11

Natalie

Veröffentlicht am Samstag, 15. Oktober 2005 - 16:38 Uhr:
Wie übt ihr, mit einer 2.Klasslerin den ZR 20, wenn sie gar keine Vorstellung hat.
Ich habe sie heuer übernommen und für sie ist jetzt immer noch z.B. 10 + 1 ein Problem! Hab schon allerlei versucht, sie ist aber total auf ihre Rechenmaschine fixiert. Auch mit den Händen schafft sie es nur sehr mühsam.
Heute hab ich ihr eine 20er Kette geschenkt. Wenn ich dabei bin bemüht sie sich, wenn sie alleine arbeiten soll, zählt sie einfach ab.! Ich hab ja noch andere 2.ler und die 1.ler drin und bräuchte eine Blitzidee!
Kann mir jmd. irgendwie weiterhelfen?
DANKE
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Tilla Meier

Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Oktober 2005 - 16:30 Uhr:
Hallo Natalie!
Das scheint mir ein klarer Fall von Rechenschwäche zu sein. Hex-Hex-Rezept dagegen gibt es nicht, nur langsam und mühsam üben, damit das Kind eine Vorstellung bekommt, was Zahlen und Rechnen bedeuten. Näheres nachzulesen bei Michael Gaidoschik, Öst. Rechenschwäche Magazin (hab ich unter Gaidoschik bei google gefunden)
LG - nur Mut!
Tilla
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Christa Danter

Veröffentlicht am Donnerstag, 19. Januar 2006 - 10:01 Uhr:
Hallo Natalie!

Heute las ich zufällig Ihre Mitteilung zur 2.Klässlerin, die sich nur mühsam im Zahlenraum zurecht findet.
Wir hatten exakt das gleiche Problem bei unserer Tochter. Sie mußte die Zahlenabfolge mühsam lernen, sich erarbeiten und richtig begreifen.
Nicht immer fand ich Zuspruch bei der Klassenlehrerin, die unser Kind nach zwei Jahren bereits im sonderpädagigischen Förderbedarf sah!
Wir übten viel zu Hause, ohne aber daheim nochmals "Schule" zu machen. Geholfen hat dabei Montessori-Material von Plackner (Goldene Perlenmaterial, der Zahlenteppich),Legespiele von Haba, mit dem Differix zu arbeiten und schlußendlich hat eine Mototherapeutin den Weg zum Klick gefunden.
Aber bis dahin war es (für uns alle) ein harter Weg! Unser Kind wiederholte freiwillig die dritte Klasse der VS. Es machte keinen Sinn, sie in die vierte zu lassen, da sie sich zu diesem Zeitpunkt im Zahlenraum bis 1000 noch gar nicht zurecht fand. Wir waren sogar zum Austesten einer möglichen Rechenschwäche in Freiburg (Gehirnforschungsinstitut), ähnliche Tests führen auch die Barmherzigen Brüder in Linz durch, wie ich heute weiß. Trotz aller Probleme wurde festgestellt, dass unser Kind keine Rechenschwäche hat, sie ein ganz normal intelligentes Kind war. Sie aber, im Vergleich zu Gleichaltrigen, im Bereich der Hirnentwicklung (Anzahl der geschlossenen Synapsenverbindungen)etwas hinterherhinkte. Nicht weiter bedenklich, da das Wachsen des Gehirnes so individuell ist, wie etwa das Wachsen der Füße oder des Körpers und bis zum 17. Lebensjahr alles passen soll.
Mit dem Befund der Uniklinik gingen wir dann zur Therapie und die hat wirklich geholfen. Verlangt aber auch die Mitarbeit der ganzen Familie.
Jetzt ist unsere Tochter in der vierten Klasse VS. Sie ist eine recht gute Rechnerin geworden! Selten blitzt die Schwäche durch. Z.B. als die Zahlen bis zur Million erweitert wurden, haben wir mal ein Wochenende nebenher "Zahlenspielereien" gemacht, und es hat gepaßt. Wir sind für den weiteren Schulweg zuversichtlich.

Nach meinem ganzen Blablabla..... ich würde auf alle Fälle raten das Kind organisch untersuchen zu lassen. Gute Fachärzte für Kinder aufzusuchen, die Augen und Ohren kontrollieren. Läßt sich hier jeder Zweifel ausräumen, sollte ein fundierter und seriöser Test durchgeführt werden, ob es sich bei dem Kind wirklich um eine Rechenschwäche handelt. (z.B. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz) um in der Folge die notwendigen "Hilfsmaßnahmen" für das Kind zu starten, bevor es die Lust am Lernen verliert!
Ich wünsche alles Gute für den weiteren Weg!
Christa

sopherle
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Beitrag von sopherle » Samstag 23. Juni 2007, 10:34

Hallo Natalie,
Ich habe in diesem Zusammenhang von Erfolgen mit der kybernetischen Methode gehört. Als Kindergärtnerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder mit Schwierigkeiten in bestimmten Bereichen tatsächlich oft auch schwach entwickelte Fingermotorik haben. Bei der Kybernetik wird ein Zusammenhang erstellt zwischen LSR-Schwäche, Dyskalkulie bzw. mangelhafte Zahlenvorstellung und Finger- und Mundmotorik. Näheres findest du unter www.kybernetische-methode.de. Wirklich hochinteressant!
Lg
Daniela

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